Alternative Hausapotheke Teil 5: Kuzu /Kudzu

25. Mai 2011 | Von Wolfgang Fuchs | Kategorie: Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden, TCM

Kuzu /Kudzu Bindemittel und Verdauungshilfe

Kuzuplanze Bild ©Forest & Kim Starr

Kuzu (Pueraria lobata, manchmal auch Kudzu geschrieben) ist die Stärke aus den Wurzeln der Kletterpflanze die vor allem in Japanverbreitet ist. Kuzu ist geschmacksneutral und zählt wie Agar Agar und Pfeilwurzelmehl zu den Bindemitteln. In der japanischen Küche gilt sie als die feinste Speisestärke und wird zum Andicken von vielen Gerichten benutzt.
Nach den Lehren der TCM und Makrobiotik wirkt Kuzu alkalisierend und ist thermisch neutral bis leicht abkühlend. Kuzu ist leicht verdaulich und hat eine stärkende und regulierende Wirkung auf den Darm.

Einsatzbereich und  Wirkung

In der TCM wird Kuzu vor allem bei  akuten Darmproblemen, besonders bei Durchfall aber auch Verstopfung, Chronische Darmschwäche bzw. bei einer generellen schwachen Verdauung und Verdauungsproblemen eingesetzt. Kuzu wirkt angeblich auch fiebersenkend und ist generell  ein gutes Nahrungsmittel für Menschen, die keine feste Nahrung zu sich nehmen können z. B. in Phasen der Rekonvaleszenz.
In Form von Tabletten wird Kuzu seit einigen Jahren auch zur Unterstützung zur Rauchentwöhung angeboten. Kuzu enthält unter anderem zwei Stoffe (die Isoflavonoide Daidzin und Daidzein), die angeblich das Verlangen nach Zigaretten einschränken können und gleichzeitig Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Reizbarkeit reduzieren können.

Zubereitung und Anwendung

Kuzu niemals kochen, sondern höchstens kurz aufwallen lassen! Ca. 1 Esslöffel Kuzu in etwas kaltem Wasser auflösen, in 2 Tassen kochendem Wasser mit einer zerstoßenen Umeboshi aufkochen, etwas geriebenen Ingwer und wahlweise 1 – 3 Teelöffel Shoyu-Sojasauce zufügen, weiter kochen bis alles halb transparent wird (ca. 5 min.) und schluckweise trinken.

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