10 Gebote für die Shiatsu Praxis
14. Juni 2011 | Von Wolfgang Fuchs | Kategorie: AktuellManchmal braucht es nur wenig und Shiatsu wird um Welten wirksamer und wohltuender.
Peter Itin zählt die zehn häufigsten Grundprobleme auf, die Ihm beim Geben von Kursen immer wieder auffallen und gibt eine Checkliste mit 10 Empfehlungen:
1. Achte auf das therapeutische Feld
Die bewusste Ausrichtung bereits vor der Berührung gestaltet den energetischen Behandlungsraum: transpersonal als Verbindung mit universellen Qualitäten wie Liebe, Freude, Mitgefühl, Gelassenheit; intrapersonell als gute Erdung, vertikale Ausrichtung, Entspannung und Raum für Dich selbst; interpersonell als Herz-zu-Herz-Verbindung zur KlientIn und als Bewusstsein, dass die Berührung ein Angebot/eine Einladung an den Organismus darstellt. Du behandelst immer den Menschen als Ganzes; Punkte und Meridiane sind nur die Türen, die Dir den Zugang zum Menschen verschaffen.
2. Achte auf den senkrechten Druck
Senkrecht heisst immer zum Zentrum des jeweiligen Körperteils bzw. zur Lage des Meridians.
3. Achte auf das entspannte Lehnen mit vollem Körpergewicht
Gibst Du soviel Druck als möglich? Sind Deine Hand- und Schultergelenke, Ellbogen und Kreuz locker, flexibel und gelöst, während Du das Gewicht abgibst?
4. Achte auf die Mutterhand
Gibst Du zuviel Gewicht und Bewusstheit in die aktive Kindhand und vernachlässigst die Mutterhand? Beide Hände sind gleich wichtig und spielen zusammen.
5. Achte auf die Expansion
Dein Geist sollte sich nicht auf den Punkt des Fingerdrucks fokussieren sondern im Körper der Klientin in die Tiefe und Weite gehen. Das Lehnen in die Tiefe sollte gleichzeitig damit verbunden sein, Dich in die Weite des Universums zu öffnen.
6. Achte auf Deinen Fokus
Was tust Du genau? Energie tonisieren oder sedieren? Bewegen (wohin?), verbinden oder halten? Auslösen, leiten oder begleiten? Bist Du mit phyischen, emotionalen, mentalen oder spirituellen Themen im Kontakt?
7. Achte auf das Kyo
Jitsu ist offensichtlich und springt Dich förmlich an; mindestens genau so wichtig ist jedoch das Wahrnehmen und Nähren des versteckten Kyo.
8. Achte auf Deine Begriffe
Sie sollen nicht abwerten und statisch sein sondern positiv, Veränderungs-bezogen. Deshalb definiere ich Kyo nicht als Leere sondern als Bedürfnis, Jitsu nicht als Fülle sondern als Ressource.
9. Achte auf Deinen Rhythmus
Arbeitest Du eher statisch, langsam und gleichförmig, oder setzt Du Rhythmus variabel ein, um bestimmte Therapieziele bewusst zu unterstützen?
10. Achte auf Dich selbst
Deine Eigenwahrnehmung sagt Dir, wann Veränderungen in der Behandlung angezeigt sind. Sie hilft Dir, in der Behandlung so entspannt zu bleiben, dass sie auch zur Selbstbehandlung wird.
Über den Autor:
Peter Itin lebt in der Schweiz und ist seit 1987 mit Shiatsu verbunden: als Klient, Studierender, Therapeut, Autor, Lehrer und Leiter von Fortbildungskursen.
Mehr Info unter http://peteritin.wordpress.com/






Es beruhigt mich, das diese Grundprinzipien des Shiatsu so wie wir sie auch am ESI weitergeben, ab und an ausserhalb eines Ausbildungssettings wieder in Erinnerung gerufen werden. Andrea, ESI Berlin