Moxibustion/Moxen – Moxa Therapie

Die Moxa Therapie (Moxibustion oder Moxen)  ist  eine Technik bei der Akupunkturpunkte mit  Wärme stimuliert werden und die in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) vielseitige Anwendung findet.

Moxibustion mit Moxazigarre

Moxibustion mit Moxazigarre

In der TCM unterscheidet man grundsätzlich zwischen Kälte- und Hitze-Krankheiten. Mit der Moxa Therapie werden insbesondere Kälte Erkrankungen behandelt. Kälte-Erkrankungen entstehen nach TCM vor allem durch einen äusseren Faktor wie kalten Wind, oder durch Mangel an verschiedenen Substanzen.

Das  Wort   “Moxa”  kommt   aus  dem  japanischen  “Mugusa”   und  dem  chinesischen   “Kao”.  Die Pflanze für das Moxa (Beifuß) Kraut wird im frühen Sommer geerntet. Die untersten Harchen sind dabei am besten geeignet. Getrocknet werden  die Pflanzen in der Sonne.

Bei der Moxa Therapie wird  Moxa über bestimmten Stellen des Körpers verbrannt,  um die freie Blutströmung  zu  unterstützen, das  Chi zu stärken,   Kälte zu verteilen, und Yang (Wärme) zu aktivieren. Sowohl intern als auch extern  hat das Moxkraut wärmende  Eigenschaften.

Anwendung:

Moxakegel aus losem Moxakraut („direkte“ und „indirekte“ Methode)
Bei der Moxibustion mir Moxakegel  legt der Therapeut kleine zu Kegel geformtes Moxakraut auf die entsprechenden Akupunkturpunkte. Die Kegel werden entzündet bis sie langsam verglühen. Bei der indirekten Methode wird eine Ingwerscheibe zwischen Haut und Kegel gelegt, bei der direkten Methode liegt der Kegel auf der Hautoberfläche. Sobald der Patient ein Hitzegefühl spürt, wird der Kegel zum nächsten Therapiepunkt geschoben. Jeder Punkt wird mehrmals erhitzt, bis die Haut deutlich gerötet ist.

Moxazigarre
Moxazigarren sind in dünnes Papier gerollte Stangen aus Moxa, alternativ gibt es auch vorgebranntes, komprimiertes Moxa das dann besonders rauch- und geruchsarm verbrennt. Bei der Anwendung entzündet der Therapeut eine Moxazigarre und nähert die glühende Spitze dem Therapiepunkt auf ungefähr einen halben Zentimeter. Wenn der Patient ein deutliches Hitzegefühl spürt, entfernt er die Spitze kurz. Die Prozedur wird wiederholt, bis die Haut am Therapiepunkt deutlich gerötet ist.

Moxa-Nadeln
Nadel Moxa ist  eine Erfindung des japanischen Therapeuten Akabane Kōbei/Kōbē. Hier werden an speziellen Stahlnadeln die glimmenden Moxa befestigt und dann auf die Therapiepunkte gesetzt. Die Hitze konzentriert sich damit in den betreffenden Therapiepunkten.

Moxa-Pflaster
Dies sind Pflaster, deren klebende Seite mit Heilkräutern beschichtet ist. Diese erzeugen eine Wärmereaktion und werden auf die betreffenden Therapiepunkte geklebt.

Klebe Moxa
Klebe Moxa sind kleine Moxastücke auf einer klebenden Unterfläche. Sie werden entzündet und auf die zu behandelten Punkte aufgeklebt und kombinieren damit die Anwendung der Moxakegel und Moxazigarren.

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