Ursprung und Geschichte

Der Japanische Ursprung…

Shiatsu hat seinen Ursprung in den Techniken von Anma, der traditionellen japanischen Form der Massage, die ab dem 6. Jhdt. von japanischen Ärzten und  auf Basis der  chinesischen Medizin, der sogenannten „klassischen östlichen Medizin“ (TCM,)  entwickelt wurde.

… und die Chinesische Wurzeln

Archäologische Funde wie Steinnadeln,  Nadeln aus Knochenmaterial und Bambus, lassen auf erste Akkupunkturbehandlungen in der  Altsteinzeit vor ca. 10.000 Jahren zurück vermuten.

Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen der klassischen östlichen Medizin  (TCM) stammen aus den Perioden der  vorkonfuzianische der Shang-Dynastie (ca. 1766 – 1050 v. Chr.) und Zhoudynastie  (1050. 256  v.Chr.).

Während der Han-Dynastie (rund 200 v.Chr. bis 200 n.Chr.) wurde dieses Wissen erstmals systematisch aufgezeichnet und schamanistische Vorstellungen und Praktiken zunehmend mit empirische, medizinisch-biologische Erfahrungen und Ansätze integriert. Diese Aufzeichnungen wurden mit dem Text des Gelben Kaisers abgeschlossen, der heute als die „Bibel“ der östlichen Medizin angesehen wird. Die Schriften erörtern die wichtigen Grundlagen der TCM Behandlung wie Pulsbefund und Zungendiagnostik, aber auch die Lehren von Yin und Yang und von den Fünf Elementen.

Ying, Yang und die fünf Elemente

die für die gesamte Medizintradition des Ostens grundlegende Lehre von Yin und Yang wurde ca. 200 v Chr. erstmals. im „Buch der Wandlungen” (I Ging) beschrieben,

Die Schriften des Gelbe Kaisers  stellen Yin und Yang ebenfalls  als  Grundlage aller Manifestationen der natürlichen Erscheinungen dar. Die Manifestation von Krankheit und damit alle Heilungsprozesse und entsprechenden Heilmethoden werden mit der Bedeutung der Aufrechterhaltung eines gesunden Seinszustandes durch ein energetisches Gleichgewicht von Ying und Yang in Verbindung gebracht.

Geburtsstunde von Shiatsu in Japan im 20. Jhdt.

Die klassische japanische Massage Anma hatte im Verlauf der Zeit immer mehr seine ursprüngliche  Bedeutung verloren und wurde vor allem zur reinen  Entspannung praktiziert und nicht mehr als medizinische Therapieform wahrgenommen.

Im Jahr 1919 veröffentlichte Tamai Tempaku seine Bücher „Shiatsu Ryoho“ (Fingerdruck, der Weg zur Heilung) und „Shiatu Ho“ (Fingerdrucktherapie), und begann damit einen Prozess der Wiederbelebung der klassischen japanischen Heilmethoden wie  Anma, Ampuku, die Akkupunktur-Therapie, Do-in.

Tokujiro NAMIKOSHI und Shitsuto MASUNAGA kombinierte die Techniken der Anma mit den neuen Erkenntnissen der westlichen Physiologie und Anatomie, Shiatsu war entstanden und wurde 1955 in Japan offiziell als medizinische Behandlungsmethode anerkannt.

MASUNAGA und der Weg von Shiatsu in den Westen

Anders als bei TCM, wo die Behandlung einzelner Akkupunkturpunkte im Vordergrund stehen, entwickelte Masunaga eine Art der Shiatsu Behandlung, bei dem der gesamte Meridian behandelt wird. Durch seine Arbeit als Psychotherapeut sah er das Wirken seines Shiatsu auch verstärkt im psychologischen Bereich.

Viele Schüler von Masunaga wie Ōhashi Wataru, Sasaki Pauline, Saitō Tetsurō, Endō Ryokio und Kishi Akinobu oder Tomas Nelissen gingen später nach Europa, wodurch ab 1970 die Verbreitung von Shiatsu in Europa begann.

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